Presseinformationen

Akademie für Verkehrssicherheit e.V.
Nach Überschlag nicht kopflos werden
Tipps für das richtige Befreien aus Unfall-Fahrzeug

Landstraßen ohne Schutzplanken wurden schon manchem Autofahrer zum Verhängnis. Kommt das Fahrzeug ins Schleudern, rutscht es nicht selten die Böschung hinunter und überschlägt sich. Landet es dann noch auf dem Dach, geraten die Insassen leicht in Panik. Laut ADAC fiel es Testpersonen in einer Versuchsreihe besonders schwer, Ruhe zu bewahren.

Dabei ist genau das im Ernstfall das Wichtigste: Wer in Panik einfach den Gurt löst, um sich zu befreien, stürzt mit Wucht nach unten und kann sich dabei schwere Hals- und Kopfverletzungen zuziehen. Der ADAC empfiehlt folgendermaßen vorzugehen:

  • Erst prüfen, ob man Beine und Arme frei und ohne Schmerzen bewegen kann. Bei Brüchen oder schweren Verstauchungen benötigt man unbedingt Hilfe.

  • Geeignete Abstützpunkte im Auto suchen und sich daran festhalten.

  • Gurt erst dann öffnen, wenn man ausreichend abgestützt ist und keine Kraft mehr auf das Gurtschloss einwirkt.

  • Dann langsam nach unten gleiten lassen und so schnell wie möglich das Fahrzeug verlassen.

  • Vorsicht, wenn das Fahrzeug nicht stabil liegt. Durch Schwerpunktverschiebung während des Befreiungsvorgangs kann es seine Lage gefährlich verändern. Es besteht die Gefahr eingeklemmt zu werden.

Sind mehrere Personen im Fahrzeug, sollten sich nicht alle gleichzeitig befreien. Derjenige, dem es am leichtesten fällt, sollte den Anfang machen und den anderen dann Hilfestellung geben. Helfer, die einen Autofahrer aus einer solchen Situation befreien wollen, sollten möglichst zu zweit sein, um den Verunglückten ausreichend abstützen zu können.

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